Tumulus - Branitzer Park
Foto: A. Pohl, 2005

Gutspark Groß Pankow

Nach der Separation von Guts- und Bauernland im Jahr 1827 wurde die biedermeierliche Anlage zwischen der Nordseite eines neu erbauten Gutshauses und dem angrenzenden Pankefließ angelegt. Große Teile des alten Baumbestandes sind noch heute vorhanden. Um 1880 erfolgte die Erweiterung des Parks nach Osten, hierbei wurde auch des Familienfriedhofs von 1848 mit in die Anlage einbezogen. Eine Lindenallee, weitere Baumgruppen an der Nordgrenze und ein Teich mit Brücke wurden in diesem Zuge angelegt. Die Rekonstruktion im Jahre 1993 geschah im Zuge der Einrichtung einer Augen-Tagesklinik im zugehörigen Gutshaus.

Mit der Wiederherstellung des Wegesystems und des Abrisses der Kläranlage wurde die biedermeierliche Form der ursprünglichen Parkanlage wieder erlebbar. Ausgedehnte Rasenflächen auf der Nordseite des Hauses erstrecken sich heute bis zur Begrenzung durch die Panke. Eine ungefähr 300jährige Eiche - die bereits 1860 ein stattlicher Baum war - steht an der Nordseite der Rasenflächen. Hier haben Laubbäume die ursprünglich gepflanzten Fichten ersetzt. Unter den Laubbäumen dominieren Buchen, Eichen, Kastanien, Robinien, Ulme und Eschen, Hainbuchen, Weißdorn, Ilex und Mahonien. Die Mitte der ursprünglichen Anlage bezeichnet eine Gruppe Linden, welche einst geköpft eine kleine Allee bildeten zu einer heute nicht mehr existierenden Brücke über die Panke. Vom ursprünglichen Bestand der Fichten sind heute nur zwei Exemplare erhalten. Zwei Silberahorne aus der biedermeierlichen Anlage stehen östlich und westlich der Rasenfläche. Am südwestlichen Ende des Parks steht eine große Sumpfeiche, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts datiert.

Praktisch eine Verdoppelung des Parks kam es durch die Erweiterung nach Osten mit Umwandlung einer ehemaligen kleinen Wasserfläche zu einem Teich mit Brücke. Die östliche Begrenzung des Parks bilden Gehölze wie Erlen, Weißdorn, Pfaffenhütchen und Holunder. Diese Gehölze bedürfen eines ständigen Rückschnittes, um die Sichtbeziehung in die Ferne zu ermöglichen. In diesem Panorama wird eine schon seit Jahrzehnten stark ruinöse (ca. 300 Jahre alte Eiche) inszeniert, deren Anblick an Gemälde Caspar David Friedrichs erinnert.

Weiter südlich steht eine ca. 130jährige Douglasie. Vom Haus erreicht man über eine Lindenallee nach Osten den Familienfriedhof. Dieser wurde bereits 1848 angelegt und hat eine quadratische, mit gesprengten Granitsteinen aufgemauerte Einfassung und pultförmige Ziegelabdeckung. In der einst gänzlich verwilderten Anlage wurden die Efeubeete des ursprünglichen Zustandes wiederhergestellt. Auf den Gräbern und gusseisernen Tafeln der Umfassungsmauern finden sich die Namen der alten Gutsherrenfamilien. Von einem Warmhaus, das von der Großmutter Emmy zu Putlitz angelegten wurde, stehen nur noch die Grundmauern.

Im Jahre 1992 wurde die Mittelachse neu gestaltet, die vom Parkplatz auf das Gutshaus führt. Hier säumen Beete mit einer großen Blumenvielfalt den Weg. Auch im Vorfeld des Hauses sind Blumenbeete angelegt worden. Westlich schließt sich eine kleine intensiv gestaltete Gartenfläche des Gartenarchitekten Holger Schröder aus Brüssel an. Vor den Buchsbaumeinfassungen des Kräutergarten lädt das Hofladen-Café zum verweilen ein. Von hier hat man einen schönen Blick auf die westliche Schmalseite des Gutshauses.

Kontaktinformationen

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Öffnungszeiten & Eintritt

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Informationen zur Anfahrt

Groß Pankow liegt direkt an der Bundesstraße 189 zwischen Perleberg und Pritzwalk. Von dieser Strasse biegt man rechts in das Dorf ab. Nach den Bahnschienen und einigen Siedlungshäusern gibt es ein Hinweisschild auf die Augen-Tagesklinik. Man umfährt auf der Rosa-Luxemburg-Strasse das Gelände einer Agrargenossenschaft und gelangt dann links auf die Parkplätze der Klinik.

Der Bahnhof Groß Pankow mit stündlichem Bedarfshalt ist erreichbar über die Linie RE 2 von Wittenberg über Berlin-Spandau.